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Glauner setzt Siegesserie fort

rFactor Fahrerwertung Formula Grand Prix 2010 #2

Adrian Glauner setzt Siegesserie fort 

Am vergangenen Dienstagabend waren wir im Zwergstaat von San Marino zu finden. Auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari, besser bekannt unter dem Namen Imola, ging der Meisterschaftskampf in die zweite Saisonhälfte. Die Traditionsstrecke wurde in die Landschaft eingefügt und ist somit für die Fahrer alles andere als unattraktiv. Wer die Berg- und Talfahrt am besten gemeistert hat, könnt ihr wie immer in unserer Zusammenfassung nachlesen.

Rennbericht

Qualifikation

Ein 21-Mann starkes Fahrerfeld nahm den Kampf gegen die Zeit auf. Aufgrund der Überholproblematik auf der Strecke war die Qualifikation wichtiger denn je. Wieder einmal hat sich Adrian Glauner die Pole Position gesichert. Seine vierte Pole in Folge. Mit einer Zeit von 1:21.386 konnte sich der Team FRC Pilot behaupten. Auf Platz 2 folgte ihm der wTc-Racing-Pilot Daniel Miebach mit einer Zeit von 1:21.939. Auch Position 3 und 4 waren fest in wTc-Racing Hand. Martin Jata konnte sich mit einer Zeit von 1:22.100 auf Startplatz 3 und Thomas Pfadler mit einer Zeit von 1:22.138 auf Startplatz 4 positionieren. Die Top10 komplettierten Benjamin Thiermann, Sascha Siegert, Dominik Thiermann, Timo Wurbs, Rene Güttler und Jan Mertens.

Die Highlights

Runde 1 3..2..1.. Und LOS! Start frei zum sechsten Saisonrennen. Adrian Glauner konnte auf der Kampflinie seine Position verteidigen und setze damit schon einen Grundstein für seine Leistung. Dahinter sortierten sich Daniel Miebach und Martin Jata ein. Thomas Pfadler konnte seinen Platz gegen die Gebrüder Thiermann nicht verteidigen und fiel bis auf Position 6 zurück. Im hinteren Feld gab es dann die ersten Kollisionen. Stanislaw Nickel fuhr auf Dominic Buecker auf, als dieser einen gewaltigen Lagg hatte. Für den NSA Racing Piloten ging es ohne Schaden weiter, aber der KS GP Pilot musste mit seinem Fahrzeug an die Box und seinen Heckspoiler ersetzen lassen. Für Stanislaw Nickel konnte es trotz dieses Zwischenfalles nicht besser laufen. Von Position 15 aus ging es bis auf die 9 nach vorne. Der erwartet große Massencrash in Kurve 1 blieb, trotz kleinerer Berührung, aus. Doch einen Ausfall gab es zu vermelden. Noch in der Warmup-Lap musste Jan Mertens seinen wTc-Racing Boliden im "Land der Lags" abstellen. Ein Disconnect machte ihm alle Hoffnung auf ein Rennen zunichte.

Runde 2-7 Von vorne wegfahrend lies Adrian Glauner keinen Zweifel daran dass er heute geschlagen werden muss. Eine Bestzeit nach der anderen brennte der Team FRC-Pilot in den Asphalt. Die wTc-Racing Die Fraktion rund um Daniel Miebach und Martin Jata konnte dem Tempo nicht ganz folgen. Für Thomas Pfadler war die Rennstrategie dahin. Er musste hinter Benjamin Thiermann herfahren, obwohl er deutlich schneller konnte. Er wurde ein Opfer des Überholmöglichkeitenmangels der Strecke.  Der drittplatzierte der Meisterschaft, Timo
Wurbs, kam auch gut über die ersten Runden bis in Runde 6. Auf Platz 6 liegend verlor der HP Racing Pilot das Heck seines Boliden ausgangs der Acque Minerale und drehte sich um 90°. Er verlor durch diesen Fehler 3 Plätze und viel auf Position 9 zurück. Ärgerlich.

Runde 14-18 Das Feld zog sich nun auseinander und alle hofften auf die Boxenstopps um sich weiter nach vorne zu arbeiten oder den Vordermann endlich loszuwerden. Das Boxenstoppfenster der Dreistopper eröffneten dann Daniel Miebach und Thomas Pfadler. Adrian Glauner fuhr erst in Runde 18 zu seinem Stopp. Damit lies er noch offen ob er eine 3 Stopp fahren wird oder doch eher auf eine 2 Stopp Strategie setzt. Auch der gut aufgelegte Ronny Ike kam zu seinem ersten Stopp. Heimlich, still und leise arbeitete sich der eiki Sports Racing Pilot von Startplatz 11 auf die sieben nach vorne.

Runde 21-29 Es wurde eng auf der Strecke. Timo Wurbs musste erst in Runde 25 zu seinem ersten Stopp. Auf Platz 5 liegend musste er dann Stanislaw Nickel ziehen lassen. Vor den beiden Kontrahenten hatten sich Benjamin Thiermann und Daniel Miebach Runden lang in den Haaren. Es war einfach kein vorbeikommen an dem Mad Dog GP-Piloten. Daraufhin änderte der wTc-Racing Pilot seine Strategie und kam früher als erwartet zu seinem zweiten Stopp wodurch er hinter Stanislaw Nickel auf Position 5 zurückfiel.

Runde 30-34 Es war erstaunlich wie gut Benjamin Thiermann mit den alten Reifen zurecht kam. Er fuhr nun eine schnelle Runde nach der anderen. Martin Jata kam dann in Runde 31 zu seinem zweiten Stopp und Benjamin Thiermann lag bereits auf Position 2. Wie lange konnte er noch weiter fahren? Für eiki Sports Racing war das Rennen mal wieder ein auf und ab. Während Ronny Ike vorne mitmischte musste Marcel Ike mit den hinteren Plätzen vorlieb nehmen. Aufgrund von Drehern und Abflügen kam er in Runde 31 zu seinem sage und schreibe vierten Stopp. Unterschiedlicher können Rennen nicht ablaufen. Endlich kam nun auch Benjamin Thiermann zu seinem einzigen Stopp. Damit fiel er auf Position 4 zurück. Aber alle anderen mussten noch mindestens ein Mal stoppen. Es war noch alles offen.

Runde 35-41 Das Feld spaltete sich immer mehr in Grüppchen auf und es gab einige Zweikämpfe. Bis zu diesem Zeitpunkte waren noch immer erstaunliche 19 Fahrer unterwegs. Eine gute Quote die in anderen Rennen oftmals anders aussah.
Unbeeindruckt von all dem was im hinteren Feld so ablief drehte Adrian Glauner seine Runden. Niemand kam auch nur annähernd an seinen Speed an diesem Tag ran. Es ging also nach seinem letzten Stopp nur noch darum das Rennen nach Hause zu fahren und die Konzentration aufrecht zu erhalten.

Runde 42-46 Es wurde nun das Podium auf der Strecke ausgefahren den die letzten Boxenstopps standen an. Team und Fahrer mussten nun perfekt ineinander greifen. Genug Sprit mitnehmen, Reifen drauf und weiter. Der erste, der die Box aufsuchen musste war aber unerwartet Martin Jata. Was war passiert? Marcel Ike hatte einen Plattfuß an seinem Fahrzeug dadurch verlor er die Kontrolle in der Piratella Kurve und kreiselte auf die Strecke zurück. Martin Jata konnte dem ganzen nichtmehr ausweichen berührte in an der Front. Der wTc-Racing Pilot konnte jedoch den Einschlag in die Reifenstapel nicht mehr verhindern und verlor seinen Frontspoiler. Er kam auf Platz 6 liegend wieder auf die Strecke zurück nach dem er auf Position 2 lag und sicher den Platz nach Hause gefahren hätte. Ein Rennunfall mit Folgen. Auch sein Teamkollege in wTc-Racing Diensten kam nun zu seinem letzten Stopp. Er fiel von Position 2 auf 5 zurück. Für Daniel Miebach war somit das Podium weg.

Runde 47-49 Es kristallisierte sich immer mehr heraus das Stanislaw Nickel durch seine fabelhafte Aufholjagd den zweiten Platz nach Hause fahren wird. Der NSA Racing-Pilot kam von Position 15. Doch dies machte er alles zunichte. In der Variante Alta verlor er sein Fahrzeug und drehte sich weg. In den nächsten Runden drehte er sich mehrmals und wurde dadurch bis auf Position 6 durchgereicht. Die lachenden Fahrer waren Benjamin Thiermann und Martin Jata die die Positionen einfach nur aufsammeln mussten. Als dann noch Timo Wurbs zu seinem letzten Stopp kam wurde klar dass das Podium besetzt war. Timo Wurbs fiel bis auf Position 5 zurück. Doch es sollte alles anders kommen.

Runde 50-53 Timo Wurbs nutze nun seinen Reifenvorteil voll aus und kam immer mehr an Daniel Miebach ran. Der HP Racing-Pilot sah dann in der Rivazza seine Chance. Mit einer harten Aktion zog er an dem wTc-Racing Piloten vorbei. Dieser musste zu allem Überfluss auch noch ins Kiesbett ausweichen und verlor den Anschluss zu einem Konter. Das hatte er sich sicherlich anders vorgestellt.

Runde 54-59 Nun wurde es richtig bunt. Durch Überrundungen schob sich das ganze Feld nochmalig zusammen. In diesem Chaos war es schwer den Überblick zu behalten. Der erste der den Durchblick verlor war Martin Jata. Nach einem Versuch einen Kontrahenten zu überrunden drehte er sich unglücklich weg und musste Timo Wurbs und Daniel Miebach ziehen lassen. Daniel Miebach war dann der zweite der sich wegdrehte. Genau die selbe Stelle wie sein Teamkollege wurde auch ihm zum Verhängnis. Damit fiel er auf Position 5 zurück und bekam nun Druck von Stanislaw Nickel. Dem konnte er dann in Runde 58 nicht mehr standhalten. Stanislaw Nickel setzte sich mit einem schönen Überholmanöver in der Variante Bassa durch. Damit belegte der NSA Racing Pilot Platz 5.

Runde 60 & 61 Für einen sollte es noch bitterer kommen. Die Rede ist von dem bis dahin stark fahrenden Ronny Ike. Auf Position 7 liegende musste er Thomas Pfadler ziehen lassen und drehte sich zu allem Überfluss auch noch. Damit ging auch Sascha Siegert noch vorbei und rundete das gute Ergebnis von Team FRC ab. Für eiki Sports Racing ein denkbar schlechter Ausgang des Rennens.

Runde 62 Adrian Glauner bog auf Platz 1 liegend auf die Start & Zielgerade ein. Mit einem riesigen Vorsprung deklassierte er das komplette Feld und machte damit deutlich dass er noch nicht aufgegeben hat den Meisterschaftsführenden anzugreifen. Damit sicherte er sich schon den dritten Saisonerfolg. Herzlichen Glückwunsch!
Das weitere Rennergebnis könnt ihr hier entnehmen:

Rennergebnis


Hier das komplette Ergebnis vom Großen Preis von San Marino im Überblick:
# Fahrer Team Rennzeit
1 Adrian Glauner Team FRC 85:40.146
2 Benjamin Thiermann Mad Dog GP +1:03.991
3 Timo Wurbs HP Racing +1:11.642
4 Martin Jata wTc-Racing II +1:13.966
5 Stanislaw Nickel NSA Racing +1 lap
6 Daniel Miebach wTc-Racing I +1 lap
7 Thomas Pfadler wTc-Racing II +1 lap
8 Sascha Siegert Team FRC +1 lap
9 Ronny Ike eiki Sports Racing I +1 lap
10 Andy Freymark eiki Sports Racing II +1 lap
11 Oliver Bergemann Hotspurs Racing Team +2 laps
12 Timo Pruesse eiki Sports Racing II +2 laps
13 Dominik Thiermann Mad Dog GP +2 laps
14 Benjamin Rottwinkel Hotspurs Racing Team +3 laps
15 Rene Güttler Germania Hazard +3 laps
16 Dominic Buecker KS GP +3 laps
17 Walter Pfadler KS GP +6 laps
18 Marcel Ike eiki Sports Racing I +6 laps
19 Mario Eisele ESL Default +8 laps
20 Matthias Koch wünschdirwas.de DNF
21 Jan Mertens wTc-Racing I DNS

 

       Quelle: Danke ESL

 
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