Am vergangenen Dienstagabend waren wir im Zwergstaat von San Marino zu finden. Auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari, besser bekannt unter dem Namen Imola, ging der Meisterschaftskampf in die zweite Saisonhälfte. Die Traditionsstrecke wurde in die Landschaft eingefügt und ist somit für die Fahrer alles andere als unattraktiv. Wer die Berg- und Talfahrt am besten gemeistert hat, könnt ihr wie immer in unserer Zusammenfassung nachlesen.
Runde 1 3..2..1.. Und LOS! Start frei zum sechsten Saisonrennen.
Adrian Glauner konnte auf der Kampflinie seine Position verteidigen und setze damit schon einen Grundstein für seine Leistung. Dahinter sortierten sich
Daniel Miebach und
Martin Jata ein.
Thomas Pfadler konnte seinen Platz gegen die Gebrüder
Thiermann nicht verteidigen und fiel bis auf Position 6 zurück.

Im hinteren Feld gab es dann die ersten Kollisionen.
Stanislaw Nickel fuhr auf
Dominic Buecker auf, als dieser einen gewaltigen Lagg hatte. Für den
NSA Racing Piloten ging es ohne Schaden weiter, aber der
KS GP Pilot musste mit seinem Fahrzeug an die Box und seinen Heckspoiler ersetzen lassen.

Für
Stanislaw Nickel konnte es trotz dieses Zwischenfalles nicht besser laufen. Von Position 15 aus ging es bis auf die 9 nach vorne. Der erwartet große Massencrash in Kurve 1 blieb, trotz kleinerer Berührung, aus. Doch einen Ausfall gab es zu vermelden. Noch in der Warmup-Lap musste
Jan Mertens seinen
wTc-Racing Boliden im "Land der Lags" abstellen. Ein Disconnect machte ihm alle Hoffnung auf ein Rennen zunichte.
Runde 2-7 Von vorne wegfahrend lies
Adrian Glauner keinen Zweifel daran dass er heute geschlagen werden muss. Eine Bestzeit nach der anderen brennte der
Team FRC-Pilot in den Asphalt.

Die
wTc-Racing Die Fraktion rund um
Daniel Miebach und
Martin Jata konnte dem Tempo nicht ganz folgen. Für
Thomas Pfadler war die Rennstrategie dahin. Er musste hinter
Benjamin Thiermann herfahren, obwohl er deutlich schneller konnte. Er wurde ein Opfer des Überholmöglichkeitenmangels der Strecke. Der drittplatzierte der Meisterschaft,
Timo
Runde 14-18 Das Feld zog sich nun auseinander und alle hofften auf die Boxenstopps um sich weiter nach vorne zu arbeiten oder den Vordermann endlich loszuwerden. Das Boxenstoppfenster der Dreistopper eröffneten dann
Daniel Miebach und
Thomas Pfadler.
Adrian Glauner fuhr erst in Runde 18 zu seinem Stopp. Damit lies er noch offen ob er eine 3 Stopp fahren wird oder doch eher auf eine 2 Stopp Strategie setzt.

Auch der gut aufgelegte
Ronny Ike kam zu seinem ersten Stopp. Heimlich, still und leise arbeitete sich der
eiki Sports Racing Pilot von Startplatz 11 auf die sieben nach vorne.
Runde 21-29 Es wurde eng auf der Strecke.
Timo Wurbs musste erst in Runde 25 zu seinem ersten Stopp. Auf Platz 5 liegend musste er dann
Stanislaw Nickel ziehen lassen. Vor den beiden Kontrahenten hatten sich
Benjamin Thiermann und
Daniel Miebach Runden lang in den Haaren. Es war einfach kein vorbeikommen an dem
Mad Dog GP-Piloten.

Daraufhin änderte der
wTc-Racing Pilot seine Strategie und kam früher als erwartet zu seinem zweiten Stopp wodurch er hinter
Stanislaw Nickel auf Position 5 zurückfiel.
Runde 30-34 Es war erstaunlich wie gut
Benjamin Thiermann mit den alten Reifen zurecht kam. Er fuhr nun eine schnelle Runde nach der anderen.
Martin Jata kam dann in Runde 31 zu seinem zweiten Stopp und
Benjamin Thiermann lag bereits auf Position 2. Wie lange konnte er noch weiter fahren? Für
eiki Sports Racing war das Rennen mal wieder ein auf und ab.

Während
Ronny Ike vorne mitmischte musste
Marcel Ike mit den hinteren Plätzen vorlieb nehmen. Aufgrund von Drehern und Abflügen kam er in Runde 31 zu seinem sage und schreibe vierten Stopp. Unterschiedlicher können Rennen nicht ablaufen. Endlich kam nun auch
Benjamin Thiermann zu seinem einzigen Stopp. Damit fiel er auf Position 4 zurück. Aber alle anderen mussten noch mindestens ein Mal stoppen. Es war noch alles offen.
Runde 35-41 Das Feld spaltete sich immer mehr in Grüppchen auf und es gab einige Zweikämpfe. Bis zu diesem Zeitpunkte waren noch immer erstaunliche 19 Fahrer unterwegs. Eine gute Quote die in anderen Rennen oftmals anders aussah.
Unbeeindruckt von all dem was im hinteren Feld so ablief drehte
Adrian Glauner seine Runden. Niemand kam auch nur annähernd an seinen Speed an diesem Tag ran. Es ging also nach seinem letzten Stopp nur noch darum das Rennen nach Hause zu fahren und die Konzentration aufrecht zu erhalten.
Runde 42-46 Es wurde nun das Podium auf der Strecke ausgefahren den die letzten Boxenstopps standen an. Team und Fahrer mussten nun perfekt ineinander greifen. Genug Sprit mitnehmen, Reifen drauf und weiter. Der erste, der die Box aufsuchen musste war aber unerwartet
Martin Jata. Was war passiert?
Marcel Ike hatte einen Plattfuß an seinem Fahrzeug dadurch verlor er die Kontrolle in der Piratella Kurve und kreiselte auf die Strecke zurück.
Martin Jata konnte dem ganzen nichtmehr ausweichen berührte in an der Front. Der
wTc-Racing Pilot konnte jedoch den Einschlag in die Reifenstapel nicht mehr verhindern und verlor seinen Frontspoiler. Er kam auf Platz 6 liegend wieder auf die Strecke zurück nach dem er auf Position 2 lag und sicher den Platz nach Hause gefahren hätte. Ein Rennunfall mit Folgen. Auch sein Teamkollege in
wTc-Racing Diensten kam nun zu seinem letzten Stopp. Er fiel von Position 2 auf 5 zurück. Für
Daniel Miebach war somit das Podium weg.
Runde 47-49 Es kristallisierte sich immer mehr heraus das
Stanislaw Nickel durch seine fabelhafte Aufholjagd den zweiten Platz nach Hause fahren wird. Der
NSA Racing-Pilot kam von Position 15.

Doch dies machte er alles zunichte. In der Variante Alta verlor er sein Fahrzeug und drehte sich weg. In den nächsten Runden drehte er sich mehrmals und wurde dadurch bis auf Position 6 durchgereicht. Die lachenden Fahrer waren
Benjamin Thiermann und
Martin Jata die die Positionen einfach nur aufsammeln mussten. Als dann noch
Timo Wurbs zu seinem letzten Stopp kam wurde klar dass das Podium besetzt war.
Timo Wurbs fiel bis auf Position 5 zurück. Doch es sollte alles anders kommen.
Runde 50-53 Timo Wurbs nutze nun seinen Reifenvorteil voll aus und kam immer mehr an
Daniel Miebach ran. Der
HP Racing-Pilot sah dann in der Rivazza seine Chance. Mit einer harten Aktion zog er an dem
wTc-Racing Piloten vorbei. Dieser musste zu allem Überfluss auch noch ins Kiesbett ausweichen und verlor den Anschluss zu einem Konter. Das hatte er sich sicherlich anders vorgestellt.
Runde 54-59 Nun wurde es richtig bunt. Durch Überrundungen schob sich das ganze Feld nochmalig zusammen. In diesem Chaos war es schwer den Überblick zu behalten. Der erste der den Durchblick verlor war
Martin Jata. Nach einem Versuch einen Kontrahenten zu überrunden drehte er sich unglücklich weg und musste
Timo Wurbs und
Daniel Miebach ziehen lassen.
Daniel Miebach war dann der zweite der sich wegdrehte. Genau die selbe Stelle wie sein Teamkollege wurde auch ihm zum Verhängnis. Damit fiel er auf Position 5 zurück und bekam nun Druck von
Stanislaw Nickel. Dem konnte er dann in Runde 58 nicht mehr standhalten.
Stanislaw Nickel setzte sich mit einem schönen Überholmanöver in der Variante Bassa durch. Damit belegte der
NSA Racing Pilot Platz 5.
Runde 60 & 61 Für einen sollte es noch bitterer kommen. Die Rede ist von dem bis dahin stark fahrenden
Ronny Ike. Auf Position 7 liegende musste er
Thomas Pfadler ziehen lassen und drehte sich zu allem Überfluss auch noch. Damit ging auch
Sascha Siegert noch vorbei und rundete das gute Ergebnis von
Team FRC ab. Für
eiki Sports Racing ein denkbar schlechter Ausgang des Rennens.
Runde 62 Adrian Glauner bog auf Platz 1 liegend auf die Start & Zielgerade ein. Mit einem riesigen Vorsprung deklassierte er das komplette Feld und machte damit deutlich dass er noch nicht aufgegeben hat den Meisterschaftsführenden anzugreifen. Damit sicherte er sich schon den dritten Saisonerfolg. Herzlichen Glückwunsch!
Das weitere Rennergebnis könnt ihr hier entnehmen: