GT1 LSS auf SimRacing
Ergebnis zum ersten Langstreckenrennen der Serie GT1
Seit dem 24.01.2010 findet die GT3-Langstreckenmeisterschaft zum 10-jährigen Jubiläum der Seite GT-eins.de statt. Die Serie ist 5 Rennen lang und startet unter anderen auf den Strecken Nürburgring, Spa und Mugello.
Wir haben uns für die Serie mit einem Ferrari F430 und einem Ford GT verstärkt. Stammfahrer auf dem F430 ist Sascha Siegert und auf dem Ford GT wird Christian Semba an den Start gehen. Beide Autos werden jeweils mit wechselnden Zweitfahrern an den Start gehen.
Am 24.01.2010 wurde der erste Lauf der GT-3 Meisterschaft auf dem Nürburgring absolviert. In den Trainingsrunden vor dem Start hatte sich gezeigt, das man zwar mit den Spitzenfahrern nicht ganz mithalten kann, aber im Mittelfeld sollte man sich doch festsetzen können. Kurz vor dem Start des Events kam allerdings die Absage des zweiten Teamfahrers des Ford-GT. Dass das die Motivation von Christian Semba nicht gerade steigerte ist wohl verständlich. Nicht nur, dass nun der Teamfahrer ausfiel. Er feierte am Vortag eine wilde Party und war dementsprechend nicht ganz fit und hatte sich nicht wirklich viel von seinem Fahreinsatz ausgerechnet und setzte auf den zweiten Piloten. Er ließ sich aber nicht davon abbringen und traf zusammen mit seinen restlichen Team-Kollegen zum Fahrer-Briefing ein. 20 Minuten später war er eine Information reicher. Die Meistschaft ist eine Team-Meisterschaft, dementsprechend wird er nicht gewertet, wenn er alleine antritt. Semba nahm das ganze sportlich und startete trotzdem in die Qualifikation und Rennen, wollte er doch sehen, wo er mit seinen Fahrkünsten landen konnte.
Die Qualifikation wird in einer Superpole ausgetragen. Eine Runde, alles muss passen! Semba dazu im Interview: "Einen kleinen Fehler im Schumacher-S hab ich mir erlaubt und konnte eine 1:59:422 erfahren. Damit bin ich in der Mitte des Feldes auf dem 17. Platz gelandet. Genau die Platzierung im Mittelfeld die ich auch erwartet hatte."
Sascha Siegert auf dem Ferrari war ein paar Zehntel schneller und konnte sich vor Semba auf den 14. Platz mit einer 1:58:483 platzieren. Eine Aussage dazu bekam man von ihm nicht.
Um 19:00 Uhr wurde dann endlich das Rennen auf dem 5km langen Nürburgring gestartet. Nach einer Einführungsrunde wurde fliegend gestartet. Beide Piloten kamen am Start gut weg und konnten beide einen Platz gewinnen. Leider klopfte SG-Argo Motorsports Pilot Kechele in T11 (Kumho-Kurve) zu stark an Siegerts Heck an und Siegert konnte nur mit großen Können einen Dreher vermeiden. Semba, der direkt hinter Kechele fuhr, kam ebenfalls nur mit viel Glück an Kechele vorbei. Beide verloren durch den Unfall Plätze und fanden sich danach auf 16 und 17 wieder.
Bis zu den 1. Boxenstop passierte bei Semba nicht mehr viel. Allenfalls konnte man ihn beim Pirouettendrehen zusehen, bei denen er immer wieder Plätze verlor und sich danach wieder erfahren musste.... Bei Siegert lief der erste Stint dann doch besser. Er konnte sich bis auf Platz 8 vorfahren, bis er in der 21. Runde in die Box musste, um Sprit nachzutanken und neue Reifen aufziehen zu lassen.
Zum ersten Stint und Boxenstop wieder Semba: " Im ersten Stint war das Feld bis zu den Boxenstops gewohnt eng zusammen und es wurde heftig gekämpft. Sascha war erst vor mir, denn hinter mir und denn war ich so freundlich und hab ihn wieder vorgelassen. Schließlich konnte er Punkte einfahren im Gegensatz zu mir. Ich hab ihm dann ne Weile den Rücken freigehalten. Laut meines Renningenieur sollte ich bereits in der 16. Runde zum Tanken und Reifenwechsel kommen. Anscheinend hatte er heute auch nicht seinen besten Tag. Denn die Tanknadel zeigte noch Sprit bis zur 22. Runde an. Deswegen hab ich die Boxencrew dann auch warten lassen."
Semba kam dann in den folgenden Stints immer besser zurecht mit seinem neuen Rennwagen. Die Fehler wurden weniger und die Zeiten schneller. Das zeigte sich dann auch in der Endplatzierung. Nach insgesamt 79 Runden und 3 Boxenstopps konnte er den 8. Platz verbuchen. Eine gute Platzierung bei einem so starken Fahrerfeld, bei dem er auch noch alleine unterwegs war. Wäre er nicht mangels zweiten Fahrer disqualifiziert worden, hätte er bereits die ersten 8 Punkte einsacken können. Dafür hat er eine Menge Erfahrung im Umgang mit dem Auto gewonnen, wie er auch selbst sagte.
Siegert konnte bis zum Fahrerwechsel auf Andreas Tübel auf den 8. Platz vorfahren. Bei Andreas Tübel lief es allerdings nicht so gut wie bei seinem Teamkollegen. Dies wird auch durch gewisse Äußerungen im Boxenfunk und in der Nachbesprechung deutlich. Zufrieden hört sich anders an, auch wenn er zum Schluß auf dem 10. Platz von 26 ankam, welcher 6 Punkte einbringt.
Fazit: Unser Team kann sich auf jeden Fall im vorderen Mittelfeld platzieren und auch mitfahren. Spannende Zweikämpfe sind in der Meisterschaft garantiert, wie man bereits am Nürburgring sehen konnte.
Christian Semba für TeamFRC Presse


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