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We did it (P4) again..
24h Rennen de la Sarthe – Le Mans 2010
Am Wochenende 12-13 Juni 2010 fand das Sim-Racing Event des Jahres statt. Die 24 Stunden de la Sarthe – besser bekannt als Le Mans. Nach knapp 20 Vorbereitungsrennen, wovon 6 als Qualifikationsrennen ausgeschrieben waren, konnte sich die internationale Sim-Racing Szene endlich aufs Hauptevent freuen. Doch zuvor mussten sich die Teams in den Qualifikationsrennen behaupten, darunter auch wir, das Team FRC. Bis zum 1. Rennen hatten sich insgesamt 84 Teams mit 345 Fahrern aus 22 Nationen, darunter war en Teams aus Südafrika und Amerika, angemeldet. Dementsprechend schwer und hart, aber fair umkämpft waren die Rennen.
Das Team FRC, welches mit den Fahrern Adrian Glauner, Jan von Merkatz, Jürgen Renz und Christian Semba an den Start ging, konnte sich dabei den 20. Platz erfahren und somit auch die Qualifikation für das Rennen. Damit war nicht unbedingt zu rechnen, wenn man sich die Starterliste und die Teamliste für das Event durchlas, in dem auch Größen wie Ronny Hähnel, Greco, Marques und Tramosljika auftauchten.
Eine Woche vor dem Hauptevent wurde der Einsatzwagen, ein BMW E92 GTR, für das Team FRC präsentiert. Das Team bereitete sich in den verbliebenen 2 Vorbereitungsrennen auf dem Auto vor und modifizierte das Setup, für das sich hauptsächlich Adrian Glauner verantwortlich zeichnete, noch weiter um auch noch die letzten Hundertstel aus dem Wagen zu holen.
Am Samstag, den 12.06. war es dann endlich soweit. Die Qualifikation für das Hauptevent, welches nachmittags um 16 Uhr begann, wurde bereits um 10 Uhr morgens gestartet. Für das Team FRC ging Adrian Glauner an den Start, nachdem er die besten Qualifikationszeiten für das Team erfahren konnte. In den 2 Stunden konnte er sich allerdings nur den etwas enttäuschenden 16. Platz in der GT-Wertung bzw. dem 36. Gesamtrang mit einer 3:38:700, welche allerdings eine persönliche Bestzeit von Glauner darstellte. Die Konkurrenz hatte sich im Gegensatz zu den Vorbereitungsrennen nochmals erheblich gesteigert. Reichte in der Vorbereitung eine Zeit von 3:39:000 noch für einen Platz in den Top 10, so fiel man bei der Qualifikation auf einen der letzten Plätze in der GT-Wertung. Die restlichen Fahrer schlugen derweil ihr Lager bei Fam. Renz auf, die sich zusätzlich für die Verpflegung und Unterkunft bereit stellte, was hervorragend klappte. Nach und nach traf das Team ein, auch Teamchef Andreas Tübel, der sich um die Organisation während des Rennens kümmerte. Um 14:30 Uhr traf auch endlich der letzte Fahrer, Christian Semba, ein. Die letzten Vorbereitungen wurden getroffen, die Technik überprüft, wurde versucht, alle möglichen Fehlerquellen auszuschließen. Die Anspannung und Nervosität stieg an, als die Zeit immer knapper wurde und der Start näher rückte. Startfahrer war wie schon wie in der Qualifikation Adrian Glauner.
Um kurz nach 16 Uhr setzte sich das Starterfeld der LMP’s in Bewegung, kurz danach folgten die GT’s. Zuerst wurde eine Einführungsrunde gefahren um dann fliegend starten zu können. Team FRC entschied sich, die Strategie zu übernehmen, die schon in den Qualifikationsrennen ausprobiert worden ist. Das bedeutete, einen kurzen Stint zu fahren, um dem Verkehr und dem späteren Stress in der Boxengasse auszuweichen, der Gefahr von Unfällen aus dem Weg zu gehen und um schnellere Rundenzeiten fahren zu können. Nachdem ersten Boxenstop konnte man dann auch frei und schnell fahren, nur die Überrundungen der LMP’s störten die Rundenzeiten etwas. Durch das gute und spritsparende Setup war es sogar möglich, eine oder zwei Runden länger auf der Strecke zu bleiben als die direkte Konkurrenz. Das sollte sich im Laufe des Events bezahlt machen.
Zu Beginn des Rennens wurde bei jedem Boxenstopp ein Fahrerwechsel vollzogen, damit jeder Fahrer sich einfahren und ein Gefühl für die Strecke bekommen konnte. Als zweiter Fahrer ging Jan von Merkatz an den Start. Dieser zog seine Runden konstant schnell und eigentlich ohne Probleme durch. Leider gab es in der 2. Schikane ein Missverständnis mit einem LMP, der von Merkatz überrunden wollte. Dabei schob der LMP den FRC-BMW von der Strecke und beschädigte ihn am Heck enorm. Merkatz versuchte sich mit einem Plattfuß am Hinterreifen mühsam in die Box zu schleppen, was ihm schließlich nach ca. 3 Minuten auch gelang. Die Plätze, die man schon gewonnen hatte, waren jetzt natürlich wieder abhanden gekommen. Der Wagen wurde anschließend in die Garage geschoben, um ihn vollständig zu reparieren. Der Schaden am Heck war doch enorm. Der Zeitverlust von mindestens 2-3 Minuten war natürlich nicht mehr aufzuholen. Bei dieser Gelegenheit und um das Auto vollständig reparieren zu können, wurde auf Christian Semba gewechselt. Er konnte die Box auf dem 16. Platz (GT-Wertung/36. Platz Gesamtwertung) wieder verlassen. und konnte seinen Stint anschließend ohne weiteren Probleme durchziehen, ebenso kam auch Jürgen Renz ohne Fehler durch.
Es wurde allmählich Nacht und die Außentemperaturen sowie die Streckentemperaturen kühlten ab. Das Team um Andreas Tübel konnte allerdings auch in der Nacht eine richtig gute Performance hinlegen. Das Team konnte in der Nacht, egal zu welcher Uhrzeit, die selben Rundenzeiten wie tagsüber fahren. Im Gegensatz zu vielen Teams die in der Nacht doch teilweise 4 – 8 Sekunden verloren, holten die Fahrer um Adrian Glauner, der den 1. Nachtstint fuhr und Jürgen Renz, der in der Nacht sogar einen Dreifach-Stint ableistete, Platz für Platz. Jan von Merkatz hatte in seinem Nachtstint einen der wenigen direkten Zweikämpfe gegen Andreas Roszak und einem dritten Fahrer xxx, welcher sich rundenlang hinzog.
Leider gab es in der Nacht technische Probleme beim Organisator, so dass das Rennen nach einigen Diskussionen gestoppt werden musste. Man entschied sich dafür, das Rennen nach einer Stunde neu starten zu lassen. Aus dieser Stunde wurden leider 3 Stunden. Für die Fahrer, die in dieser Zeit fahren sollten, waren das wohl mit die anstrengendsten Zeit. Fahren durften sie nicht, und schlafen aber auch nicht. Denn es war unklar, wann das Rennen wieder fortgesetzt werden würde. Glauner übernahm dann in den Morgenstunden einen Doppelstint für den doch immer müder werdenden Renz, bevor Semba, der nachts nur einen Stint gefahren hatte und sich die restliche Zeit ausruhen konnte, bereits bei Tageslicht wieder zum Angriff blies. Die Rundenzeiten waren gut und man konnte weiterhin Druck auf die vorne liegenden Teams ausüben bis Semba ein herannahender LMP ins Heck fuhr und der BMW im Reifenstapel landete. Das Resultat war "glücklicherweise" nur eine total demolierte Front. Der Motor und das Getriebe überstanden den Unfall ohne Probleme. Der Unfall kann dem LMP aber nicht zugeschrieben werden, da ein Serverproblem an dem so genannten LAG schuld war und auch andere Fahrer Probleme hatten. Der BMW allerdings hatte ohne Frontspoiler keinerlei Haftung mehr auf der Vorderachse, was eine erneute größere Reparatur nach sich zog. Das bedeutete einen Zeitverlust von ca. 5 Minuten, die man ebenfalls nicht mehr aufholen sollte, wie sich im späteren Ergebnis zeigte.
Der Rest des Rennens verlief dann ohne weitere Probleme und Unfälle. Glücklicherweise war das GT-Feld relativ eng zusammen und so konnte man wieder nach vorne fahren und die verlorenen Plätze bis zum Nachmittag wieder einfahren.
Gegen 17 Uhr ging das Event seinem Ende entgegen. Die Fahrer sehnten allmählich auch das Ende herbei, war man doch mittlerweile recht müde und ausgelaugt. Schlafen konnte aber trotz der Müdigkeit keiner. Jeder hoffte, das von Merkatz, der den Abschlussstint übernahm, den BMW heil ins Ziel tragen konnte. Das gelang ihm eindrucksvoll, denn er konnte in den letzten 2 Stunden sich noch an Jörg Vogel heranarbeiten und konnte diesen in der Box überholen. Ruffert, der den Wagen von Vogel übernahm, hatte seinerseitz danach keine Chance mehr, von Merkatz zu überholen.
Team FRC beendete das Rennen auf dem 5. Platz liegend. Allerdings mussten die Ergebnisse aus dem 1. Rennen, bevor das Rennen gestoppt worden waren, noch hinzugerechnet werden. Nach den inoffiziellen Ergebnis liegt Team FRC damit auf einem hervorragenden 4. Platz in der GT-Wertung und auf einem sehr guten 11. Platz in der Gesamtwertung. Damit wurden die Hoffnungen des Teams übertroffen. Die Technik machte keinerlei Probleme, war gut vorbereitet und alle Fahrerwechsel (es waren mindestens 15 an der Zahl) klappten problemlos. Auch die Taktik, mit dem kurzen ersten Stint und danach die langen Stints mit dem Spritsparenden Setup funktionierte einwandfrei.
Unser Dank gilt dem Organisatorenteam und Sim-Racing.de und den Mitkonkurrenten in den LMP’s und GT’s, auch denen welche leider nicht ins Ziel kamen, aber mit denen man sich teilweise klasse Zweikämpfe über Runden hinweg liefern konnte. Ebenso ein extra Dankeschön an Fam. Jürgen Renz, der die Unterkunft und das Fahrerlager zur Verfügung stellte.
Impressionen
Ergebnis
Christian Semba Team FRC
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